Farbenspiel in Hamburg

Helene Fischer ist dieser Tage in der Stadt, um an zwei Abenden in einer ausverkauften Arena Konzerte zu geben – für insgesamt 72 000 Besucher. Leider habe ich das nicht rechtzeitig mitbekommen, sonst hätte ich sie um ein Interview für diesen blog bitten können. Naja, vielleicht hat sie auch besseres zu tun, als sich vor dem zweiten Konzert ausgerechnet mit mir zu treffen. Bei dem schönen Wetter. Im Moment ist Hamburg im Ausnahmezustand, abends ist es so mild, alle sitzen draußen, Vespas fahren vorüber, es ist ein Feeling wie in Italien. Genau das richtige Wetter für Open-Air Veranstaltungen. Zumindest gestern.
In der Hamburger Morgenpost oder im Abendblatt stand im Vorfeld ein Satz: Helene – man muss sie lieben oder sie hassen. Nicht alle mögen Schlager gut finden, Fischers Karriere ist dennoch bemerkenswert und ich bin froh darüber. Macht ihr Erfolg doch deutlich, dass jemand mit gutem Aussehen, eigenem Talent und dem Willen zum Erfolg nach vorne kommen kann – ungeachtet der Herkunft.

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Und weil sie so bekannt und unerreichbar ist, muss ich mir jetzt wohl ein fiktives Interview aus den Fingern saugen. Aber da in der Yellow Press eh nicht anders gearbeitet wird, und das was geschrieben ist nichts mit der wirklichen Person zu tun hat…

Der geneigte Leser mag bitte beachten, dass die folgenden Zeilen mit wirklichen Personen des öffentlichen Lebens nichts aber auch gar nichts zu tun haben und unter keinen Umständen für bare Münze genommen werden dürfen. Ist alles nur ausgedacht!

Scherbensammlerin: Frau Fischer, es scheint, als hätte der Wettergott es gut mit Ihnen gemeint, wie hat ihnen das gestrige erste Konzert denn gefallen.

Helene Fischer: Es war toll! Das Publikum ist richtig mitgegangen und es war ja noch lange hell. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit im Norden sind. Ich bin nicht zum ersten Mal in Hamburg, aber bisher kenn ich die Stadt nur bei Regen und Kälte. Nur für die pyrotechnischen Effekte wurde es auf der Bühne allerdings ein wenig zu heiß.

Scherbensammlerin: Bleiben Sie denn noch in der Stadt?

Helene Fischer: In einigen Tagen habe ich schon das nächste Konzert in Hannover und ich kanns leider nicht einrichten. Aber ich komme sicher wieder, es ist eine so schöne Stadt!

Scherbensammlerin: Mögen Sie eigentlich die russische Küche und vor allem: kochen Sie selbst?

Helene Fischer: Ich selbst koche nur wenig, und wenn dann meistens Italienisch oder Indisch. Aber meine Mama kann diese ganzen Gerichte wie Manty, Plow oder Pelmeni zubereiten, und immer wenn ich dort bin, liebe ich es, von ihr bekocht zu werden.

Scherbensammlerin: Pirogi, und Borschj und so, was mögen sie am liebsten davon?

Helene Fischer: Alles, aber wenn ich ehrlich bin, so habe ich Akroschka im Sommer am liebsten.

Scherbensammlerin: … mit Kwas.

Helene Fischer: Ja, natürlich mit Kwas, aber es ist ja nicht so leicht, …

Scherbensammlerin: … echten Kwas in Deutschland zu bekommen! Genau. Haben Sie da eine gute Quelle?

Helene Fischer: Mein Onkel, der keltern ihn selbst. Aus Schwarzbrot. Er hat sich sogar spezielle Gefäße aus Russland kommen lassen.

Scherbensammlerin: Wie ich Sie beneide!

Helene Fischer: Dankeschön! Aber ich habe gleich den nächsten Termin…

Scherbensammlerin: Ich verstehe, ich habe natürlich noch tausend Fragen an Sie. Wie Sie es schaffen, mit dieser Berühmtheit umzugehen, ob sie sich Kinder wünschen und so, aber wenn die Zeit davoneilt, sagen Sie bitte kurz: wie schaffen Sie es, Ihre Figur zu halten, diese ganzen Teig und Fleischgerichte sind zwar enorm lecker, aber ich brauch diese Köstlichkeiten nur anzugucken, schon habe ich sie auf den Rippen. Obwohl, von Akroschka ist glaub ich noch niemand fett geworden… Von Manty schon eher.

Helene Fischer: Ich trainiere viel, seit meinem Studium an der Musical School habe ich mir angewöhnt, täglich mehrere Stunden Sport zu machen. Und ich lege ein bis zwei Mal im Monat einen Obsttag ein.

Scherbensammlerin: Das ist alles? Wow, das sind wohl gute Gene! Danke Ihnen, dass Sie sich Zeit genommen haben.

Helene Fischer: Immer wieder gerne, melden Sie sich ruhig.

Ich bin froh, dass wir uns so gut verstanden haben und wünsche Ihr heute Abend in der Arena und während der gesamten Farbespiel-Tour viel Glück! Ach, ich wollte doch noch gefragt haben, wieso ihre Tournee eigentlich Farbenspiel heißt? Die ganze PR Kampagne dazu sieht so blass rosa-lila aus. Das nächste Mal!!!

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Autor: Scherbensammlerin

Zwei Länder - verschiedene Identitäten - viele Sichtweisen. Ich sammle Informationsscherben über die Vergangenheit und Gegenwart und füge sie zu einem Mosaik aus Worten und Bildern.

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