Einschub. Perfekter Fleck.

Heute geht es nicht um Literatur. Auf der Fahrt durch Wälder und Wiesen mit Kühen und an Bergmassiven vorbei haben wir ständig eine alte Platte von ‚Wir sind Helden‘ gehört. Einer der Songs hat sich bei mir besonders verfangen: Gekommen, um zu bleiben.

Nelli Kossko schreibt in ihrem Buch (Wo ist das Land…) an einer Stelle, das Kirchenlied ‚Großer Gott wir loben dich‘ sei zur inoffiziellen Hymne der gläubigen Deutschen in Russland geworden.

Mir kam beim Hören in den Sinn, dass dieser Song, den Judith Holofernes da trällert auch als eine inoffizielle Hymne durchgehen würde. Allerdings für diejenigen, die hierhergekommen sind:

Hier ein Ausschnitt mit dem Refrain:

Wir gehen nicht, aber wenn wir gehen, dann gehen wir in Scheiben
Entschuldigung, ich sagte: „Wir sind gekommen, um zu bleiben!“

Gekommen, um zu bleiben – wir gehen nicht mehr weg
(wir gehen nicht mehr weg)
Gekommen, um zu bleiben – wie ein perfekter Fleck (wie ein perfekter Fleck)
Gekommen, um zu bleiben – wir gehen nicht mehr weg
(wir gehen nicht mehr weg)
Ist dieser Fleck erst in der Hose, ist er nicht mehr raus zu reiben
Entschuldigung, ich glaub‘, wir sind gekommen, um zu bleiben

Klar. Die Sängerin hatte das Schicksal der Deutschen aus Russland in Deutschland sicher nicht im Sinn, als sie ihn schrieb. Auch das Video würde ich nicht als allererstes mit uns in Zusammenhang bringen. Es gibt auch in den Strophen viel Mischmasch aus Deutsch und Englisch, was charmant aber eher unaussiedlerisch ist.

Egal.

Wir sind gekommen, um zu bleiben. Wie ein perfekter Fleck. Irgendwie macht mich dieses Statement ganz emotional. Vielleicht wegen des unscheinbaren Tschuldigung davor? Irgendwas triggert dieses Lied bei mir.

Vielleicht gehts nur mir so. Wer hat einen besseren Vorschlag für eine Hymne?

Etwa das hier:

Autor: Scherbensammlerin

Zwei Länder - verschiedene Identitäten - viele Sichtweisen. Ich sammle Informationsscherben über die Vergangenheit und Gegenwart und füge sie zu einem Mosaik aus Worten und Bildern.

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