Jeden Tag ein Gedicht – 6. März

Leise schaukeln im Wind…

Leise schaukeln im Wind die Bäume…
Die Pappelbäume… Die Pappelträume…
Umranden mein Haus, meine heile Welt,
verbinden Erde und Himmel.

Noch ist nicht Zeit, dass ich sie verlasse,
noch ist nicht Zeit für Feuer und Asche,
noch schreiben im Blau ihre grünen Zweige
meine Lebensgeschichte…

Nur mein Herz… Es ahnte den Abschied,
und flog entgegen, und merkte sich alles –
das laute Flüstern der Pappelblätter,
das leise Knacken der Äste…

Meine Schaukel zwischen zwei dicken Pappeln,
die sie, wie ein Kind an den Händen, halten,
ist leer… Aber schwingt noch immer,
als ob sie gerade verlassen…

 


Dieses Gedicht mit dem Geschmack von Abschied ist von Aelita.

Camille Pissarro: Pappeln, Éragny, 1895

 

 

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Autor: Scherbensammlerin

Zwei Länder - verschiedene Identitäten - viele Sichtweisen. Ich sammle Informationsscherben über die Vergangenheit und Gegenwart und füge sie zu einem Mosaik aus Worten und Bildern.

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