Ende einer Bootsfahrt

Laura Kennington hat heute ihre Durchquerung des längsten europäischen Flusses (so eine russische Onlinezeitung über die Wolga) vorzeitig beendet. An Pfingsten habe ich über sie berichtet und auch einen Plan online gestellt, der den Verlauf der Reise darstellt. Dieser Plan wurde bereits vor zirka drei Wochen abgeschaltet, weil ständig irgendwelche Leute sie ausfindig gemacht und unaufgefordert in ihrem Camp heimgesucht haben.

Der Trip hat mediale Wellen geschlagen und Laura bekam mehr als tausend Nachrichten und Hilfsangebote, noch vor Beginn der Reise. Aber woran das Vorhaben letztendlich gescheitert ist, ist sicher nicht die viele Hilsbereitschaft und Anteilnahme. Obwohl sie sagt, dass sie davon überwältigt sei. Eine Frau ein Boot, einsam auf einem Fluss. So sollte die Reise sein. Aber sie wurde zu einer Jagd auf eine Facebook-Freundin aus Groß-Britannien.

Vielleicht weil sie als Schauspielerin und Sängerin angekündigt war? Ein Promi aus dem westlichen Ausland kommt mit dem Boot, um auf der Wolga zu fahren. Da wollten halt viele mal gucken kommen oder Schokolade vorbeibringen. Die russische Schokolade ist ja auch besonders gut. Und die Wurst erst!

In dem folgenden Film, noch Anfang Juni sagt Laura Kennington: ihre Vorstellung von Russland hat sich ganz erheblich geändert, seit sie in dem Land reist, soviel Gastfreundschaft habe sie nicht erwartet.

www.youtube.com/watch?v=qamVw8zJr_o

Das was sie jetzt, drei Wochen später auf ihrem Blog schreibt, klingt etwas anders. Es scheint unter den massiven Hilfsangeboten und Freundschaftsanzeigen auch konkrete Bedrohung durchgekommen zu sein. Sonst hätte diese Frau, die schon mehrere solcher Abenteuer durchgestanden hat, nicht einfach so die Taschen gepackt.

Ich frage mich, geht die Frauenverachtung in diesem Land soweit, dass die Kerle es nicht ertragen können, dass ein Weib allein auf einem Fluss paddelt? Das macht mich ganz traurig. Ich bin gespannt darauf, was sie in ihren Reisetagebüchern und die Memoiren darüber mal schreiben wird.

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