Der Fluch der Genossin Konditorin

Es war einmal ein einfaches russisch-deutsches Mädchen. Als es geboren wurde und seine Eltern eine Taufe ohne die einzig wahre rechtgläubige Kirche feierten, haben Sie fast alle guten Genossinen Feen eingeladen, damit sie dem Kind ihren Segen bringen.

Aber da sie nur 12 Teller mit Hammer und Sichel und rotem Rand besaßen, der Rest des guten Geschirrs muss auf der Flucht verloren gegangen sein, haben sie die Genossin Konditorin nicht eingeladen.

Und als die 11. Genossin, die Kantinenköchin, ihren Segen ausgesprochen hatte, kam die Genossin Konditorin erbost herein gestürmt und sprach einen Fluch über dem fast kahlen Haupt des Kindes aus:

„Nie! Niemals wird dieser Person jemals ein Kuchen gelingen, egal was sie versucht, egal, ob sie den Anweisungen penibelst folgt, sich Hilfe von Profibäckerinnen holt, egal in welchem hochtechnisierten Ofen sie ihn backt! Immer wird er ihr zerfließen und nicht aufgehen. Oder elendlich verbrennen!“

Alle blickten bedröppelt nach diesem Schock, aber dann kam die letzte Genossin, die für Soufleés zuständig ist, und sprach über der Wiege:

„Ich kann diesen Fluch nicht abwenden, aber mildern. Zwar werden dir keine Kuchen gelingen, kleines Kind, aber du wirst dennoch geliebt werden und immerhin kommen deine anderen Geburtstagsgeschenke bei allerwelt gut an. Das ist doch was.“

Und so ging es bis heute. Jeder Versuch einen vernüftigen Kuchen zu backen, muss scheitern.

Schaut selbst:

die Masse schmeckte ja auch gut.
das sollte ein Pfirsich-Schoko-Kuchen werden, nach ’nem totsicheren Rezept.
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