Die Oma am Keyboard – Maria Pusch

Es ist schon ziemlich schizophren, an einem Tag schreibe ich über Schnittke und seine vernichtende Einstellung zum Schlager und kurze Zeit später poste ich ein fiktives Interview mit der Schlagerkönigin Helene Fischer. Egal wie entgegengesetzt sie sind, beide gehören zu meiner russland-deutschen community. Und obwohl ich so gar nicht auf Schlager stehe, fasziniert mich dieses Phänomen Helene Fischer doch sehr. Denn mit ihrem Gute-Laune-Image widerspricht sie so sehr meinem Bild von Aussiedlern und wie sie zu sein haben, dass ich da genau hingucken will. Ich rede oft von Trauma, das Generationen übergreift und da kommt eine junge Frau, die so gar nichts Verhuschtes, Verbittertes und Verhaltenes hat und macht einfach ihr Ding. Ich glaube noch nicht mal, dass es in der Geschichte ihrer Familie weniger Repressionen gab. Aber vielleicht haben sie einen Weg gefunden damit umzugehen? Mit Humor? Mit Musik? Oder es ist einfach der Segen der späten Geburt?

Aber um das Thema Musik noch etwas abzurunden: am kommenden Sonntag spielt Zhenja Urich in Hamburg beim Festival 48 Stunden Wilhelmsburg (siehe Termine). Seine rockigen Balladen habe ich vor einigen Wochen schon vorgestellt. Und diesmal will ich auch wirklich hingehen.

Dazu also später mehr.

Wenn wir schon bei musikalischen Phänomenen sind, hier ist ein Video von Maria Pusch, einer wolgadeutschen Sängerin, Poetin und Komponistin. Da sitzt diese liebe Oma im Kopftuch an ihrer Elektroorgel und trällert russische und deutsche Lieder, von denen sie viele selbst komponiert hat. Sie ist mittlerweile über 90 und hat über 90 clips auf Youtube gestellt. Chapeau, liebe Maria Pusch, ich hoffe Sie werden uns noch viele weitere Jahre mit ihrer schönen Stimme beglücken:

Mein Heimatland, von und mit Maria Pusch
Mein Heimatland, von und mit Maria Pusch

Bei einem der Kommentare dazu hat sich ein BBC-Journalist aus London zu Wort gemeldet, er hat den Clip seinen Kollegen vorgespielt und ihnen allen standen die Tränen in den Augen. Na, dann wird’s doch hoffentlich bald eine BBC Dokumentation über diese bemerkenswerte Oma geben!

Es gibt eben nicht immer nur die zwei Seiten eine Medaille. Manchmal ist es eher ein Würfel mit sechs Seiten oder ein Oktaeder oder dieses Gebilde mit 20 Flächen, das Liebhaber von Rollenspielen so gern benutzen um ihre magischen Potentiale auszuklamüsern. Es bleibt spannend.

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