Worthülse des Tages. 21. September:

wertkonservativ

Dieses Adjektiv stößt mir regelrecht auf, denn es wird in den letzten Wochen und Monaten dafür benutzt, Russlanddeutsche zu charakterisieren und zu erklären, warum die alle (ich betone alle! Denn Unterscheidungen sind nur was für Warmduscher) zur AfD laufen.

Sie haben Migrationshintergrund, also sind sie auf Sicherheit bedacht und eben w e r t k o n s e r v a t i v. Eigentlich was Schönes, Werte zu bewahren, aber darum geht es hier nicht.

Sie wollen keinen Sex vor der Ehe, also wählen sie AfD. Das ist die einfache Rechnung. Redakteure der taz haben vor dem Mix-Markt (Geschäft mit russischen Lenbensmitteln, es gibt drei davon in Berlin, da tummeln sich die Reporter immer, um typische Aussiedler*innen beim Pelmenikauf zu erwischen) eine Frau angesprochen, die einer dieser strengen religiösen Gruppierungen angehört, wo die Frauen Hauben tragen und niemals Hosen. Und die ist gegen Sex vor der Ehe und wird AfD wählen.

Damit ist doch alles geritzt. Eine für alle. 4 Millionen. Eine wertkonservative Masse. Ist Wertkonservatismus nun eine Umschreibung für Rassismus oder nicht?

Also. Zum Mitschreiben.

Russlanddeutsche sind alle: wertkonservativ, ferner wortpreservativ (denn mit Argumenten erreichst du sie nicht), ferner Wurstpersistent (oder hat jemand schon mal russlanddeutsche Vegetarier gesehen? Ganz zu schweigen von Veganer*innen – ja ich, und zwar einige. Wenige. Mindestens eine. Die war mal Vegetarierin, für mindestens 15 Jahre, dann hat sie sich auf ihre Werte besonnen und ist zu uns zurückgekehrt. Aber egal. Es geht um die Sache an sich!)

Und überhaupt sind sie entwicklungsresistent. Alles Hillbillies. Von dort, von der Wolga eben, liegt noch weiter weg als die Walachei. (Ätsch, seit 1941 lebt kein einziger mehr von ihnen an der Wolga, aber Kasachstan ist auch weit weit weg.)

Aber im Moment ist zumindest eine von ihnen wutimperativ und presseavertiv. Nämlich ich.

Denn das Dumme ist, diejenigen, die sowas in der Zeitung lesen, glauben das am Ende auch noch.

 

(P.S.: Liebe Wildgans, ich habe mir erlaubt, dein Format mit dem Wort des Tages zu entwenden und zu verfremden. Ich hoffe, du denkst jetzt nicht auch noch, ach, die wiedermal, alles Diebe, diese Aussiedler, einer wie die andere.Ich habe mich nur inspirieren lassen, konnte aber natürlich nicht lassen, zu dem Wort meinen Senf dazuzugeben…)

 

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Viel Wind – Unser Mädchen aus Berlin

Irgendein Tief fegt über unsere Stadt hinweg. Seit Tagen pfeift es schon draußen. Ab und an zwischen Wolkenfetzen ein Stück unverhangenes Blau, wenn man Glück hat. Nass und kalt und dunkel, schon um drei, vier Uhr am Nachmittag, genau das richtige Wetter, um sich zu verkriechen. Was haben sie im Radio gesagt, zu viel Vitamin D ist nämlich auch nicht gut. Leute fallen öfter hin mit einer Überdosis davon und brechen sich häufiger was, genau wie mit einem Mangel.

von Winde verweht
Vom Winde verweht – der Fall Lisa, eine haarige Sache

Windmacherei. Panikmacher. Die große Welle machen. Der Januar war voll damit. Und jetzt eine kleine Ruhepause. Die Aussiedler werden wiedermal entlarvt als Fremdenhasser und Verführte vom russischen Fernsehen. Als russischsprechende Diaspora und Putins fünfte Kolonne, die kaum Deutsch können und gegen Ausländer hetzen. Am Anfang steht ein Mädchen, dass sich eine Lügengeschichte um ihr Wegbleiben gesponnen hatte. Und zwei Wochen später spricht der russische Außenminister von „unserem“ Mädchen in Berlin und aufgebrachte Russlanddeutsche demonstrieren gegen Gewalt an Kindern und lauschen den Reden der braunen Agitatoren, die aus ihren Löchern gekrochen kommen. Wer hat sie eingeladen? Das soll allen eine Lehre sein, sich aufbauschen zu lassen wie ein Betttuch auf einer Wiese. Das reinste Agit-Prop. Naja, gewohnt sind sie es ja, von früher. Aber welche Presse lügt? Welche Polizei vertuscht besser? Welcher Macht kannst du vertrauen? Dem eigenen Urteilsvermögen anscheinend nicht.

Ganz schön viel Wind hat er aufgewirbelt, dieser Fall Lisa. Von Vertuschung war die Rede. Ängste sind hoch gekrochen von Muslimen die sich zu dritt auf ein wehrloses Mädchen stürzen. Dabei hatte sie bloß Angst gehabt, nach Hause zu kommen, Schulprobleme wollte sie verbergen und hat bei einem Freund übernachtet. Ohne Sex. Auch nicht einvernehmlich. Solche Wellen kann es schlagen, wenn sich ein Kind eine Ausrede sucht und die Eltern die Geschichte aufgreifen und die Tante, oder die Pseudotante (?) für einen russischen Sender ein tränennasses Interview gibt. Gefundenes Fressen. Die Deutschen haben die Lage nicht im Griff. Seht, das passiert mit dem Multi-Kulti-Wahnsinn.

Die Trolle des Kreml haben ihren Auftrag erfüllt. Und was bleibt? Der fade Nachgeschmack. Das Bild vom Aussiedler an und für sich, der gegen andere Minderheiten und auf Flüchtlinge hetzt. Tendenziöse Berichte über Landsleute, die billigste Verleumdungen ausstoßen, null Kultur oder Weitsicht, aber mich repräsentieren sollen. Mischa steht in Jogginghose im russischen Supermarkt in Dinslaken und erläutert dem WELT-Redakteur seine WELT-Sicht. Ich seh ihn förmlich auf die Straße spucken.
Und das, was Wladimir Kaminer im Radiointerview mit dem NDR sagt, geht in dem ganzen Spektakel unter, dass wir froh sein sollen, dass von 6 Millionen (russischsprechenden Einwohnern in Deutschland) bloß etwas über dreihundert vor dem Kanzleramt standen. Lass es Tausend sein, die breite Masse ist das nicht. Und dass alle Aussiedlerfreunde von ihm nicht so sind. Nicht so rechts und putingläubig.

Und dass sich Teilnehmer der Demo schon vor Ort gegenüber einer Reporterin von der Deutschen Welle von den Agitatoren der NPD und der Pegida distanzieren, kommt bei der westlichen Presse gar nicht erst an.

Viel Wind gemacht, wiedermal. Um unser Mädchen.

Das arme Kind, das bleibt doch an ihr kleben wie Pech. Ein kleiner Teeniestreich und was für Konsequenzen! In Zeiten medialer Schnellstverbreitung darf man das nicht bringen. Arme Teenies.

Ein deutscher Comedian hat gefordert, dass alle Dreizehnjährigen sich von diesem Vorfall distanzieren sollten und wenn das nicht hilft, die Ausweisung aller Dreizehnjähriger. Vielleicht hat er recht. Die einzige Weise, wie man diese absurde Geschichte nehmen darf: mit Humor.

In der Heimat. Im Exil

Von der Problematik russisch-schreibender Autoren in Deutschland.

So ganz anders als bei uns...
So ganz anders als bei uns…

Sprache ist Heimat. Wenn ich jetzt aus klimatechnischen Gründen in die Hochebene der Anden auswandern müsste, würde ich mit meinem Rudiment-Spanisch vielleicht gerade mal, una tortilla, por favor, bestellen oder in der Zeitung, in die sie eingewickelt ist, einen kleinen Artikel über Drogenschmuggel lesen können. Ich wäre jedoch wäre weit davon entfernt, auf dem gleichen Niveau spanische Texte zu verfassen, wie ich es auf Deutsch gewohnt bin. Und ich meine damit nicht meine Flüchtigkeitsfehler.

Bei diversen Veranstaltungen der letzten Wochen habe ich russlanddeutsche Autoren kennengelernt, die auf Deutsch Gedichte und Prosa verfassen oder nur auf Russisch oder mal so mal so. Eigentlich wird Bilingualität als Plus oder Mehrwert angesehen. Aber im Fall der Autoren, die mit diesem Hintergrund in Deutschland in russischer Sprache schreiben, ist es leider anders. Sie finden kein Publikum.

Neulich sagte jemand zu mir, russlanddeutsche Literatur kann es nicht geben. Entweder jemand schreibt auf Deutsch, für ein deutsches Publikum und dann ist er ein deutscher Autor. Oder er schreibt auf Russisch für ein russisches Publikum und dann ist er ein russischer Autor.

Damit wäre zwar jedes Problem ausgeräumt, aber diese Sätze stellen das Ganze doch sehr verkürzt dar. Die Sachlage gestaltet sich bedauerlicherweise etwas komplexer.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass viele Russlanddeutsche sich in der Pflicht sehen, zu beweisen, wie deutsch sie nach Generationen in Russland noch sind. Hauptsächlich sich selbst. Und deshalb alles Russische verpönt ist. Zumindest bei einigen.

Möglich, dass es deshalb so selten vorkommt, dass Autoren aus ihrer Mitte öffentliche Lesungen in russischer Sprachen zelebrieren dürfen. Oder es liegt daran, dass solche Lesungen nicht beim deutschen Publikum ankommen? Aber bei allen Lesungen von russlanddeutschen Autoren, an denen ich teilgenommen habe, waren kaum Einheimische anwesend. Vom dem seinen guten Willen zeigenden Politiker und dem Tontechniker fürs Mikro mal abgesehen. Und fast allen anderen aus dem Publikum ist die russische Sprache geläufig. Sollte man zumindest annehmen. Außerdem wäre es doch möglich, einen Schauspieler dahin zu setzen, der für die in diesem Land Geborenen die deutsche Übersetzung liest.

Doch Hand aufs Herz:
Wenn jemand sagt, du, da ist ein brasilianischer Autor, der liest über den Karneval und die Candomble-Magie. Allerdings auf Portugiesisch, gehen wir hin? Oder, du, da ist ein russlanddeutscher Autor, der liest heute in russischer Sprache über die Verbannung in Sibirien und die Schulzeit unter Breshnew. Wo zieht es dich eher hin?

Egal auf welcher Sprache geschrieben und vorgelesen, da kommt noch die Unattraktivität all dessen dazu, das mit dem Begriff des Spätaussiedlertums zu tun hat. Irgendwie ist Samba und weiße Magie sehr viel sexier als Zwangsarbeit und weiße Haarbänder am Einschulungstag.

Da vermischt sich einiges, merke ich. Hab mich verrannt. Liegt es also doch nicht an der russischen Sprache? Ich habe keine Lösung dafür. Ich sehe nur, wie sich die Autoren in einer scheinbaren Pattsituation befinden, in einem paradoxen Exil. Kreativität will doch raus, Gedichte, Geschichten wollen geschrieben werden und fragen zunächst nicht nach der Mundart. Aber es ist schon tragisch, dass diese Erzeugnisse in beiden Ländern ungehört und ungelesen bleiben.

Und ich finde nicht, dass die Lösung wäre, ihnen entgegen zu brüllen: Lern doch erst mal Deutsch! Es gibt doch Zeitungen speziell für Aussiedler, die hauptsächlich auf russisch geschrieben werden. Wie die Neue Semljaki zum Beispiel. Auch im Netz.

Das zeugt von einem einem schizophrenen Verhältnis dieser Szene zur russischen Kultur und Sprache. Einerseits geht das im Kindheitsalter erlernte schneller, kommt leichter von der Zunge. Andererseits will man zeigen, dass man gut integriert ist.

Oder stimmt das Vorurteil doch, dass Russlanddeutsche keine Romane lesen? Und Gedichte schon mal gar nicht. Das kann ich nicht glauben, wenn ich keine wissenschaftliche Untersuchung dazu vor Augen habe. Außerdem, wer sagt, dass die Erzeugnisse russlanddeutscher Autoren nur fürs ebenso russlanddeutsche Publikum gedacht seien?

Dann liegt es wohl an der mangelnden PR?

In einem früheren Beitrag habe ich geschrieben, dass es kein Portal für russlanddeutsche Literatur mehr gibt. Falsch. Seit dem 1. Juli dieses Jahres kann man auf www.rd-autoren.de Autorenportraits und Ausschnitte aus Werken nachlesen. Bislang besteht diese Seite allerdings fast nur aus Beiträgen in russischer Sprache.

Die Initiatorin des Portals, Antonina Schneider-Stremjakowa findet es bedauerlich, dass sie keine bilinguale Seite anbieten kann. Sie sei erst in einem fortgeschrittenen Alter nach Deutschland gekommen und sehe sich eher als Trägerin der russischen Sprache. Neulich hat die Autorin einen Aufruf gestartet und um Unterstützung für die deutschsprachige Seite ihres Vorhabens gebeten.

In ihrem flammenden Appell schreibt sie unter anderem:

Литература Мира многонациональна: немецкая, английская, французская, казахская, еврейская и даже калмыцкая – не было и нет лишь литературы российских немцев, потому как официально не было и нет такого народа. А он был и есть – жаль, к нему относились чаще всего, как к людям второго сорта, хотя он всегда любил и считал своей Родиной обе страны – Россию и Германию.

Ich übersetze:

Die Weltliteratur ist vielnational: deutsch, englisch, französisch, kasachisch, jüdisch und sogar kalmykisch – es gab bloß nie und gibt bis heute keine Literatur der Russlanddeutschen, weil es dieses Volk offiziell nicht gibt und nie gegeben hat. Jedoch gibt es dieses Volk sehr wohl – nur schade, dass seine Mitglieder vor allem als Menschen zweiter Klasse angesehen werden, obwohl sie immer beide Länder geliebt und als Heimat betrachtet haben – Russland und Deutschland.

Ich würde nicht soweit gehen, zu behaupten, dass es die Russlanddeutschen offiziell nicht gab und nicht gibt. Sie rücken nur selten in den Fokus. Werden stets unter ferner liefen gehandelt. Auch in Russland mussten sie irgendwo gelistet worden sein, sonst wären in der Stalinzeit nicht so viele von ihnen abgeholt und hingerichtet worden. Aber ich verstehe schon, wie sie es meint.

Es bleibt die Frage, weshalb sich ihre Bücher bisher auf dem deutschen Markt nicht durchsetzen konnten. Ich komme immer wieder an den gleichen Punkt.

Ist es wirklich die fehlende Homogenität? Wenn es allein mehrere Sprachen gibt, in denen sie geschrieben sind?

Oder doch die Qualität des Geschriebenen? Aber die Gedichte sind toll! Leider oft unübersetzbar. Höchstens eine Nachdichtung ist möglich. Und die Romane? Einige Längen und komplizierte Sätze und Sachverhalte würde ein fähiger Lektor und eine fähige Lektorin doch schnell ausbügeln können. Leider finden sie, bis auf einige Ausnahmen, keinen Verlag.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt darauf, welche Resonanz Frau Schneider-Stremjakowas offener Brief erhält und ob das Portal Zustimmung und Zuwendungen – auch von offizieller Seite – erfahren wird.

Ist es nicht faszinierend, dass die uralten Gräben und Trennungen sich bis in die Literatur auswirken? Obwohl. Das ist nicht wirklich verwunderlich. Wo sollen sich diese Diskrepanzen deutlicher zeigen als auf diesem Gebiet? Das unterdrückte, verlernte Deutsch der Väter. Das neuerworbene, literarische Russisch und die damit alle mitschwingende Kultur. Die Anpassung an ein sprachlich und soziokulturell neues Land. Auf dem Feld des literarischen Schreibens treffen sie alle aufeinander. Sprache ist Heimat. Und der Kampf der Heimaten wird eben hier ausgetragen und findet seinen Ausdruck in eben dieser Kunstform. Russisch-deutsche Literatur. Allein das Adjektiv verheißt bilaterale Spannungen, oder?

Katharinas große Schenkung

Catherine II by F.Rokotov after Roslin (c.1770, Hermitage)

Es gibt immer wieder Geplänkel darüber, dass russlanddeutschen Aussiedlern bei ihrer Ankunft in Deutschland, Geld nachgeworfen wird und dass sie alle sich ein subventioniertes Häuschen bauen können. Unmut und Neid entsteht.

Der Aussiedler an und für sich hat ein Doppelgesicht, wie der Gott Janus, wie Professor Quirrell und Valdemort bei Harry Potter. Auf der einen Seite der nichtsnutzige Raudi, auf der anderen Seite der geizige Raffer, der mit dem Geld des Steuerzahlers sein Häusle baut!

Skandal!

Wann immer in Internetforen diesbezügliche Fragen die Gemüter hochkochen, hat sich ein gewitzter Zeitgenosse eingemischt und auf alle Kommentare eine pauschale Antwort gepostet.

Er behauptet, dass Katharina die Große, als sie 1762 die Deutschen in ihr russisches Imperium eingeladen hat, eine gewisse Summe (Rubel? Gold? Wertpapiere?) auf einer Schweizer Bank deponiert hätte für den Fall, dass sie wieder in ihre Heimat zurück möchten. Als Rückversicherung sozusagen. Er sagt, die Zahlungen, also das geringe Begrüßungsgeld und die etwas größere Summe für diejenigen, die den Strapazen eines Lagers ausgesetzt waren, würden damit beglichen, und somit die Bundesbürger nicht belasten. Und die Häuser sparen sie sich übrigens vom Mund ab. Keine Sorge, lieber Steuerzahler!

Ich würde gern wissen, ob das ein sogenannter Hoax, also ein Fake oder eine Ente ist, das heißt schlicht und einfach erlogen. Oder ob es doch den Tatsachen entspricht. Und wenn es wahr ist, warum wird nur an den Rändern irgendwelcher dubiosen Chats darüber gesprochen und nicht in öffentlichen politischen Diskussionen?

Naja, zum Teil natürlich weil es keine öffentlichen politischen Diskussionen zum Thema Aussiedler gibt. Wenn es nicht um Brennpunkte oder Russenmaffia geht. Zum anderen würden die Leute dann unbequeme Fragen stellen.

Sie werden sicher wissen wollen, ja was nun, wie viel ist denn da auf dem Schweizer Konto gewesen und wie viel ist noch übrig?

Wer entscheidet, was mit dem Geld geschieht?

Und wenn alle Aussiedler sich nahtlos integriert haben, in vierter und fünfter Generation leben und wenn sie erst mal raus aus ihren Ghettos kommen und sich mit anderen Völkern vermischen, auch mit den Einheimischen, wem steht dieses restliche Geld eigentlich zu?

Kann man einen Antrag stellen? Mal die Kontoauszüge sehen? Sagen wir mal der letzten 75 bis 100 Jahre, geht das?

Und wenn da wider Erwarten noch einige vergessene Millionen Schlummern (die Zinsen müssen ja wahnsinnig hoch sein!), könnte man nicht einen Bruchteil davon nehmen, sagen wir einmal läppische 2,5 Millionen oder 3, und eine Doku-Sendereihe und eine Spielfilmserie zu der Geschichte der Russlanddeutschen machen, mit tollen Schauspielern wie Heino Ferch, Hannelore Elsner oder Daniel Brühl vielleicht? Und auf dem besten Sendeplatz in den Öffentlich Rechtlichen erstausstrahlen? Da wo sonst Fußball läuft oder der Tatort, direkt nach den Nachrichten des Abends. Wie wäre das?

Das würde doch ratzfatz alle Ressentiments abbauen und den rund 2 Millionen russlanddeutscher Menschen (oder waren es 4 Millionen? Ich verwechsle das immer), die hier im Land sind zu ungeheurem Standing und Selbstgefühl verhelfen. Denn es ist immer gut zu wissen wer man ist, oder?

Und mit dem Rest könnte man einen Preis einrichten und den oder die Ehren-Russlanddeutsche des Jahres küren. Er würde nur für definitive Nichtrusslanddeutsche ausgeschrieben sein, die sich um die Belange dieser Gruppe verdient gemacht haben. Und in der Gala darüber schreiben. Mitglieder der Randgruppe und ihre Verwandten wären ausgeschlossen. Die machen sich ja eh schon verdient. Auch ohne Preis.

Und mit dem Rest könnten diejenigen der älteren Generation, die ihr Gebiss noch in Russland haben machen lassen, alle Goldzähne in richtig schöne mit hochwertigem Keramikaufsatz umtauschen. Und andere Sachen richten lassen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlen werden.

Und mit dem Rest, der dann übrig bleibt könnten alle russlanddeutschen Familien einmal in ein Restaurant ihrer Wahl gehen. Denn sie haben sicher in den letzten Jahren auf ein Häuschen gespart und sogar die Gurken selbst eingelegt und so sparsam gelebt, dass sie nie in ein Lokal gegangen sind. Dort würden sie dann auf die Umsichtigkeit der Frau anstoßen, die aus Stettin (damals deutsche Provinz) kam und eine der wichtigsten Personen am Zarenhof geworden war. Nein. Die wichtigste. Eine der ersten Deutschrussinnen oder Russlanddeutschen überhaupt. Prost Kati! und За здоровье!

Hier übrigens Michas vollständige Antwort auf alle Fragen zu finanziellen Ungerechtigkeiten in diesem Thema. Mist, ich habe glatt überlesen, dass die Politiker alles bereits verprasst haben. Naja, es ist halt so schee zu träumen.

Hallo XYZ!

Zur Geschichte: Als Katharina II. 1762 zur Kaiserin wurde, forderte sie 1763 Deutsche dazu auf nach Russland umzusiedeln. Sie bot den Menschen aus Deutschland Land, Startkapital und alle möglichen Vergünstigungen in Russland an. Außerdem versprach sie ihnen, dass jeder Deutsche, der irgendwann in seine Heimat (also nach Deutschland) zurückkehren möchte, dabei unterstützt wird und dazu hatte sie Geld auf einem Schweizer Bankkonto angelegt.

Das was du als Begrüßungsgeld bezeichnest ist das Geld von Katharina II., also steht es ihnen zu. Russlanddeutsche werden in der ersten Zeit vom Staat unterstützt, damit sie nicht auf der Straße landen, nach max. zwei Jahren (vielleicht auch weniger, bin mir nicht sicher) müssen sie hier Arbeit und sich alles selbstständig aufbauen wie jeder andere einheimische Deutsche auch. Deshalb bekommen Russlanddeutsche keine vergünstigten Kredite beim Hausbau oder sonstigem.

Du fragst dich jetzt bestimmt, warum du nie was davon gehört hast?! Na, ganz einfach, weil die Politiker dir sicher nichts von den ganzen Millionen auf dem Schweizer Bankkonto erzählen würden, da sie grundsätzlich alle Finanzen Deutschlands verschweigen, und außerdem ist von dem Geld höchstwahrscheinlich nichts mehr übrig, da unsere lieben, verschwenderischen Politiker alles verprasst haben.

Gruß, Micha

Das große Schweigen, Teil zwei

Vielleicht habe ichs mit dem Wettern vor ein paar Tagen übertrieben. Aber es ist einfach so über mich gekommen, wie ein heiliger Zorn.

Noch eine gesammelte Scherbe: in einem Emailaustausch zu diesem Thema hat mir eine Freundin einen Link geschickt, ein Interview  mit der Tagesschau von 2011. Dort behauptet der Experte Reiner Klingholz zum Thema Aussiedler, dass „nichts über Aussiedler in der Zeitung steht, ist ein gutes Zeichen. Die Normalität interessiert ja oft keinen.“ Aber ich habe da so meine Zweifel. Nach einigen Tagen des Abkühlens und Nachdenkens noch immer. Wir kommen nicht vor, und das ist nicht gut.

Klingholz vergleicht die Situation der jetzigen Aussiedler aus der Sowjetunion mit den Polen, die einst in den Ruhrpott gekommen sind, um unter Tage zu arbeiten und von deren geglückter Integration noch heute die polnischen Namen, die häufig dort auftauchen, zeugen.

Pflaumenkompott und stolz drauf
Pflaumenkompott und stolz drauf.

Aber das ist wie Birnen mit Wassermelonen vergleichen. Oder mit Pflaumenkompott. Wenn wir den Vergleich schon weiterspinnen, dann müssten wir die Polen, die damals gekommen sind, in ein fiktives Deutschland versetzen, wo sie nach ca. hundert, hundertfünfzig Jahren in einem diktatorischen Regime genau wegen ihrer Herkunft in Arbeitslager gesteckt, in entlegene Winkel des Schwarzwaldes oder auf eine Hallig zwangsumgesiedelt werden und weitere siebzig bis achzig Jahre gewaltsam im Land festgehalten werden, ohne dass sie ihre Kultur offen leben dürfen und mit Beschränkungen, wie erschwertem Zugang zu Universitäten. Und wenn sie es nach Lockerung der Verhältnisse, nach über zweihundert Jahren schaffen nach Polen zurückzukehren, werden sie dort auf ihren deutschen Akzent reduziert und als Teutonen bezeichnet. So würde der vergleich zwar immer noch hinken, aber sich immerhin auf Krücken fortbewegen können.

Ich reite immer wieder drauf rum, auf der Verschleppung und dem Rest, ich weiß, aber diese Leidensgeschichte lässt sich nicht so leicht wegwischen. Auch mit Meister Proper nicht. Sie ist ein Teil der Identität und des seelischen Cocktails von uns Aussiedlern. Bei manchen mehr, bei anderen weniger. Wenn auch nicht immer nach außen getragen. Das werden Traumata ja nicht, sie äußern sich anders.

Außerdem glaube ich nicht, dass eine echte Integration bedeutet, zu verdrängen, was früher war und woher man kommt. Denn das ist ein Teil der Identität. Und das geschieht ja, wenn diese Dinge nie thematisiert werden. Und sowenig wie ein Aussiedler eins zu eins ein Russe ist, auch wenn durch die Sprache, einige leckere Gerichte und gemeinsam geguckte Zeichentrickfilme da eine gewisse Schnittmenge besteht, genauso wenig ist er eins zu eins gleichzusetzen mit den Einheimischen (oder den Hiesigen, wie mein Vater so gern sagt…). Eben wegen der drei oben genannten Sachen und einiger mehr, die in ihrer Sozialisation unterschiedlich waren. Es ist halt eine eigene Volksgruppe. Die sich natürlich im Laufe der Zeit, im Laufe der Generationen dem Land, in dem sie lebt, immer mehr anpasst. Wäre ja auch noch schöner. Aber auch eine mit ihrer eigenen Geschichte, ihren eigenen Vornamen, ihrer Auffassung von Familie und ihrem eigenen Ehrenkodex. (Nachtrag vom 30.10.: damit es hier zu keinen Mißverständnissen kommt: Aussiedler sind Deutsche. Sie sind nur nicht exakt wie die Einheimischen. Es ist vergleichbar mit dem Arm eines Flusses, der sich abzweigt und um eine Insel fließt, um danach mit dem ursprünglichen Fluss zusammen zustoßen. Ich habe das Gefühl hier ist ne sensible Stelle und ich muss mich vorsichtig ausdrücken.)

Bitte nicht falsch verstehen, es geht nicht darum, sich abzugrenzen und immer wieder auf sein Anderssein zu pochen. Oder von den Einheimischen darauf zurückgeworfen zu werden mit Fragen wie, ach, sind Sie dort auch mit der Transsibirischen Eisenbahn gefahren? (Die richtige Antwort wäre, nein, aber ein Teil meiner Familie ist dabei umgekommen, die Schienen dafür zu verlegen…)

Darum geht es mir überhaupt nicht. Sondern, dass gesehen wird. Wahrgenommen wird, was das genau für Menschen sind, die da mit ihrem mehr oder weniger gebrochenen Deutsch vor einem stehen. Woher sie kommen. Nicht nur geografisch sondern, wie drück ichs aus, stammesgeschichtlich und psychodynamisch vielleicht. Das Warum. Das Wie-ist-es-gekommen, dass. Das, Wie-kommst-du-damit-zurecht, dass… und nicht nur immer die ewige Frage nach dem woher und was du bist.

Und deshalb ist es notwendig, dass Filme wie „Nemez“ oder „Poka heißt Tschüs auf Russisch“ (wie, noch nichts davon mitbekommen? Ich hoffe, dass ich ihn irgendwann zu sehen kriege und auch mal besprechen kann.) einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Dass Literatur von Deutschen aus Russland von großen Verlagen gedruckt und ihre Geschichten in den überregionalen Zeitungen erscheinen und nicht nur auf einem kleinen blog am Rande der Betageuze. Und zwar ohne diese blöden Gangsta-Vorurteile, die übrigens eher ein Produkt der Presse sind und nicht der Wahrheit entsprechen. Aber das ist eine andere Geschichte und wird ein anderes Mal erzählt werden.

Das große Schweigen

Wenn man bedenkt. Wir sind vier Millionen. Unter euch. Mitten unter euch. Das sind gute fünf Prozent aller Einwohner dieses Landes. Und mit keinem Wort tauchen wir in der Medienlandschaft auf. Bitte widersprecht mir, und überzeugt mich vom Gegenteil. Nein, Helene Fischer gilt nicht.

Aber ich sehe es doch. Oder eben nicht. Nichts. Nada. Niente. Nitschewo!
Vor gut zehn Jahren waren Aussiedler-Jungs noch in der Presse als harte Drogendealer oder als Psychopaten, die Steine von Autobahnbrücken werfen. Und jetzt. Das große Schweigen.

Gut, Europa wird aus den Angeln gehoben. Epedemien erschüttern Afrika, die Wirtschaft ist überall dabei, den Weg allen Irdischen zu gehen. Aber trotzdem. Irgendwo eine klitzekleine Nachricht. Im Sommerloch. In den Provinzblättern. Eine Randnotiz. Aber nein. Nichts. Rein gar nichts.

Aussiedler ist ein Unthema. Ein NoGo. Übern Tellerrand gerutscht und auf dem Teppich vergessen. Mit der Schuhspitze aus Versehen verrieben mit dem hübschen Rankenmuster. Noch nicht mal darunter gekehrt. Einfach uninteressant. Was ist das Gegenteil der Präposition IT-?

Igitt-? Oder einfach nur egal-?

Heul doch!!!

matroeshka_kl

Tu ich ja.

Soll ich etwa annehmen, dass alle meine vier Millionen Mitaussiedler so  gut integriert sind, dass sie sich nicht von den Einheimischen unterscheiden und herzlich aufgenommen sind in der bundesrepublikanischen Gesellschaft? (Ich habe nicht geschrieben Multikulti-Gesellschaft, bitte mir das zugute halten!)

Schön wärs. Also, zum großen Teil ist es sicher so. Wir haben Jobs, Familie, wohnen immer schöner und gehen irgendwo einkaufen. Verbringen unsere Freizeit in Freizeitparks wie alle anderen auch. Aber sind wir so vollständig assimiliert? Bleiben keine Wünsche offen?

Warum werden wir denn dann unterschlagen? Mit keiner Zeile gewürdigt?

Warum wird nicht der Aussiedler des Jahres gewählt, weil er sich für aussiedlerische Belange einsetzt oder kulturell irgendwas erreicht? (Es wird übrigens der Aussiedler des Jahres gewählt, seit Jahrzehnten schon, ich glaub seit 1952 oder so, muss mal nachgucken, aber die Abstimmung und die Veranstaltungen finden unter den Einheimischen so wenig Resonanz, dass ich vierunddreißig Jahre lang Aussiedlerin gewesen bin, bevor ich überhaupt mitbekommen habe, dass es sowas gibt!)

Soll ich etwa annehmen, dass Aussiedler so bescheiden sind und keinerlei Aufhebens von sich machen aus jahrhundertelangen Erfahrungen mit diversen diktatorischen Gesellschaftsformen. So ist es.

Aber dennoch. Nicht ein Wort. Nicht ein kleines: Hallo, euch gibt’s auch noch! Oder: Was macht eigentlich mein Nachbar, der Aussiedler?

Soll ich etwa annehmen, dass das Thema Aussiedler einfach zum Gähnen langweilig ist? Wer hat da genickt? Das will ich gar nicht sehen. Nicht das Thema ist langweilig, sondern wie es präsentiert wird. So ein kleiner Genozid am Rande von Europa, irgendwo hinter dem Ural und in den Flachländern Sibiriens kann durchaus seine malerischen Seiten haben. Seine erzählerischen Höhen. Seine fotogenen Qualitäten. Auch wir haben uns im Gulag Frostbeulen geholt! Ich meine natürlich nicht WIR im Sinne von ich, aber WIR im Sinne von die Vorväter und Urgroßmütter. Da steckt vielleicht ein Stoff drin, Plots für mindestens fünf Kinofilme. Die eh keiner guckt. Die werden nämlich nicht im Primetime TV gezeigt. Höchstens nach Mitternacht. Wieso eigentlich?

Die Kinder und Jugendlichen haben mit Ressentiments auf dem Schulhof zu tun. Das ist wenigstens eine Reibungsfläche. Nicht schön. Aber sie werden wahrgenommen. Als Fremdkörper. Als Ungleiche unter Ungleichen. Sie werden gesehen. Als Russen. Aber immerhin.

Und der Rest. Gut, einmal war eine Aussiedlerin beim Frauentausch auf RTL II. Ich habs recherchiert. Aber wer guckt das von euch? Ha. Also alle.

Und sonst. Schweigen im Walde. Im Bücherwald sowie in der Medienlandschaft überhaupt. Halt, nein, ich lüge, Wolfgang Herrndorf, der hat einen Aussiedlerjungen als Protagonisten in „Tschick“ gehabt. Puh! Gerettet. Na dann ist ja alles gut. Frauentausch und ein Roman, der relativ bekannt ist. Dann war ja die ganze Aufregung umsonst. Dann nehme ich alles zurück.

Harte Jungs

Harte Jungs
Frankfurter Tatort, „Wer das Schweigen bricht.“ Regie: Edward Berger/Drehbuch: Lars Krume

Ich muss mich berichtigen. Spätaussiedler kommen doch in den Medien vor. Wie gestern wieder beim Frankfurter Tatort. Es war zwar eine Wiederholung eines Tatorts vom April 2013, aber damals habe ich ihn nicht gesehen. Er spielte in einem Jugendknast und da dürfen Deutschrussen, wie wir mittlerweile genannt werden, bekanntlich nicht fehlen. Jurij und Sergej. Über und über tätowiert mit slavischen und religiösen Symbolen und nur am trainieren. Klitschkomäßig. Knallhart. Sie stehen unter Verdacht einen Libanesen gefoltert und umgebracht zu haben und Drogen haben sie auch bei Ihnen gefunden. Das einzige Wort, dass diese harten Jungs im Skript zu sagen haben, ist: „Eigenbedarf“,  mit rollemdem R natürlich. Diese Jungs zeigen alle Anzeichen der homo sovieticus Mentalität. Sie waren es am Ende doch nicht, Gott sei Dank, also das mit den Drogen natürlich schon, aber den Mord haben nicht sie begangen.

Wieso wird nicht mal ein ganzer Tatort genau über diese Typen gemacht und mit dem ganzen Milleu und dem Hintergrund? Wäre doch spannend. Für mich. Vielleicht für 99% der Bundesbürger nicht. Weil das Thema ja irgendwie nicht so öffentlich behandelt wird. Wo sie Borsch essen und „Nu Pogadi“ gucken, und wo ihre Oma bei einer Beerdigung noch die deutschen Lieder aus den Kolonien singt.
Aussiedler oder Deutschrussen (klingt irgendwie rauer als Russlanddeutsche, Russen mit nem deutschen Namen oder besser: Russen mit nem deutschen Schäferhund…) als kriminelle Drogendealer, das entspricht dem Bild in der Öffentlichkeit. Ich will jetzt nicht in Abrede stellen, dass sich unter den Spätaussiedlern kein Drogendealer befindet. Oder die Gründe und damit alles Soziologische aufrollen, das haben andere vor mir besser getan.
Es ist schade, dass nur dieser Splitter der ganzen Gruppe wahrgenommen wird. Die Krankenschwestern und die Ärztin in dem Film hätten auch in Karaganda oder Dnjepropetrovsk ihren Abschluss gemacht haben können. Aber nein. Nur die Knastis haben den Russen-Touch.

Gut, es gibt noch Nadeshda im Münsteraner Tatort. Ihre Eltern feiern exakt wie die Russen. Bloß in einer Kneipe (!?) und nicht zuhause. Sehr untypisch und zudem schlecht recherchiert. Ich habe da nichts von mir und meinen Leuten wiedererkannt. Nada. Niente. Nitschewo. Wer sie geschrieben hat, diese Rolle, hat wohl nicht soviel Ahnung. Sie hat nämlich gar keinen Hintergrund, weder einen Immigrations-, noch einen Deportations- noch einen sonstwie Background. Oder ist das das Gute? Ein positives Beispiel für eine gelungenen Integration? Na denn, dann ist ja alles gut. Oder wie Jurij oder Sergej sagen würden: Прикрасно!